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Nervensystem

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In unserer Beziehung zur Welt werden wir ständig angeregt und reagieren auf Elemente der Umwelt. Mit jedem äußeren Reiz (wie dem Geruch von Nahrung oder dem Geräusch eines Horns) und sogar mit inneren Reizen (wie Schmerz oder Hunger) reagiert der Organismus, das heißt in gewisser Weise, „beantwortet er diese Fragen:

Woher kommt der Reiz?
Wie reagiert mein Körper auf diesen Reiz?
Tut es mir gut oder schlecht?
Habe ich dieses Gefühl schon einmal gehabt?

Dieser Prozess findet im Zentralnervensystem so augenblicklich statt, dass unser Bewusstsein weder alle seine Stadien noch die Tausende von Reizen, die der Körper zu jeder Zeit erhält, identifizieren kann.

Um besser zu verstehen, wie wir externe Reize wahrnehmen und wie wir darauf reagieren, ist es wichtig, das System zu erkennen, das das Kommunikationsnetz des Körpers bildet.

Warum brauchen wir ein Nervensystem?

Ihr Gehirn ist das wichtigste Organ in Ihrem Körper. Es steuert alles, was Sie tun, Ihre Bewegungen, Ihre Gedanken und Ihr Gedächtnis. Es wirkt oft nicht direkt, kann aber kleine Mengen von Blutchemikalien kontrollieren, die sich wiederum stark auf einen anderen Körperteil auswirken.

Obwohl es sehr einfach klingt, ist das Gehirn immens kompliziert. Es ist eine weißliche Gewebemasse, die sich ziemlich weich anfühlt und etwa die Hälfte des Kopfvolumens einnimmt. Es befindet sich oben am Kopf, über den Augen und Ohren und erstreckt sich nach hinten und unten am Kopf.

Fast so wichtig wie das Gehirn ist der Rest des Nervensystems. Das Rückenmark erstreckt sich vom Gehirn entlang der Wirbelsäule nach unten, Gehirn und Rückenmark bilden das Zentralnervensystem.

Entlang der Länge des Rückenmarks herauskommen Nerven Ähnlich wie Drähte, die sich spalten und mit fast jedem Körperteil verbinden. Nerven transportieren Nachrichten von den Sinnesorganen zum Gehirn sowie Anweisungen vom Gehirn zu anderen Teilen des Körpers. Das Gehirn fungiert als kompliziertes, aber sehr kompaktes Telefonnetz, in dem ein komplexer Fluss eingehender Nachrichten ausgewählt und dann an das entsprechende Ziel geleitet wird.

Weil es ein so wichtiges Organ ist, braucht das Gehirn einen guten Unfallschutz. Durch das Stehen hält der Mensch das Gehirn und den Kopf von Stößen und Schlägen fern. Trotzdem ist ein sehr zuverlässiger Schutz erforderlich. Deshalb befindet sich das Gehirn im Schädel, einer harten knöchernen Schachtel.

Obwohl dünnwandig, ist der Schädel aufgrund seiner abgerundeten Form sehr robust. Eine der stärksten bekannten Formen ist eine starre Kugel. Ein Ei zum Beispiel ist extrem zäh, wenn man bedenkt, wie dünn seine Schale ist. So wird das weiche und empfindliche Gehirn durch den robusten Schädel vor direkter äußerer Schädigung geschützt. Obwohl der Schädel starr und stark ist, kann ein heftiges Schütteln das Gehirn erschüttern und Schaden verursachen. Dann ist ein größerer Schutz erforderlich, der durch drei Membranen, sogenannte Meningen, gewährleistet wird, die das Gehirn vollständig bedecken. Die äußerste Membran heißt dura mater, die aufgrund ihrer starken und ledrigen Konstitution einen guten Schutz und Halt bietet.

Neben dem Gehirn befindet sich eine weitere Membran namens sinkenviel dünner, was mit jeder Depression und jeder Erhöhung der Gehirnoberfläche einhergeht. Zwischen diesen beiden Membranen befindet sich eine dritte, schwammige Konstitution, die Arachnoidea. Die Räume in dieser Membran sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, in der das gesamte Gehirn schwimmt und die letzte Schutzschicht bildet. Es gibt immer noch große Räume im Gehirn, die ebenfalls mit der gleichen Arachnoidalflüssigkeit gefüllt sind, sodass sich das empfindliche Gehirngewebe nicht verformt, wenn wir unseren Kopf bewegen.


Video: Nervenzelle, Nerv, Axon, Synapsen - Grundbegriffe des Nervensystems Gehe auf (Kann 2022).